Montag, 11. April 2005
Sonntag, 10. April 2005
Zeit vergeht ...
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Under Ben Bulben Cast a cold eye On life, on death. Horseman, pass by! William Butler Yeats |
Lange ist es her, dass ich die grüne Insel bereiste.
Die Vergangenheit scheint so unendlich fern. Von Sehnsüchten, die damals wie Feuer brannten, ist nicht mal mehr die Asche geblieben. Ja, die Zeit vergeht - schneller als man denkt.
Weiter, nur weiter.
Samstag, 9. April 2005
Der böse, böse Staubsauger
Ach ja ...
AKTUELL: Die 120 Tage vom Gruselkabinett
Freitag, 8. April 2005
Heimsuchung
Kindersärge
Ich hätte sicher keine 200 Paar Schuhe (oder wie viele hat man so als Durchschnittsfrau?) im Schrank stehen, selbst wenn ich eine gängigere Größe hätte, aber es kommt vor, ab und zu - so alle 10 Jahre -, dass ich mir doch mal ein Paar neue Schuhe kaufen möchte oder sogar muss, da man nicht überall und immer barfuß gehen kann. Wenn ich mich dann umsehe, werde ich entweder wütend oder traurig mangels der Auswahl. Manchmal lache ich auch, da man sich sehr oft entschlossen hat, unter den jeweiligen Modetrends die hässlichsten Modelle in großen Größen auf den Markt zu bringen. Tja, viele Frauen sind gar nicht aus Schuhläden raus zu bekommen. Ich gehe lieber erst gar nicht rein, weil es so sinnlos ist.
Donnerstag, 7. April 2005
Bizzaria - 555 japanische Eigenarten
Dieses kleine Büchlein kann da zumindest etwas Abhilfe schaffen. Neben einigem Bekannten wie die Existenz von Automaten für getragene Unterwäsche (Buchcover) erfährt man z. B., dass auch die Stille ein Geräusch macht: shiiin, seikô suru sowohl Erfolg haben als auch Vögeln bedeutet, Saunas als preiswerte Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden, besonders niedliche Kinder oder Haustiere mit dem Ausspruch "Es würde nicht mal weh tun, wenn du's ins Auge tätest." bedacht werden, es für das Öffnen einer Chipstüte recht vulgäre Ausdrücke gibt, man den Selbstmord, bei dem man vor einen fahrenden Zug springt als "Unfall mit Verletzung einer Person" umschreibt, Ohrenschmalz mimi-kuso "Ohren-Scheiße" gennant wird, es ein spezielles Straßenreinigungsgerät zum Entfernen von Kaugummis gibt und noch vieles mehr. Dazu gibt es auch noch ein paar hilfreiche Worte für sexuelle und Yakuza-Ausdrücke, nebst Adressen.
Ansonsten hätte man letzten Sonntag bei der "Sendung mit der Maus" ebenfalls etwas dazu lernen können, da die Maus offizielle Botschafterin des Deutschlandjahres in Japan ist. Online gibt es hierzu auch ein Special. Wieder mal ein Beispiel wie beliebt Kindersendungen für Erwachsene (oder so) sein können.
Mittwoch, 6. April 2005
Die Wahrheit
(Autor unbekannt)
Dienstag, 5. April 2005
Singen mit toten Tieren
Die lieben Kollegen ...

Sonntag, 3. April 2005
Exorzismus
Black Lamp
(To repel an enemy)
INGREDIENTS:
- Crab shell or pumpkin guard and wick
- Pair of bones
- Castor oil
- Pimen chen (a hot pepper, such as a bird's eye chili pepper)
- Powdered lizard (or an item to represent the enemy)
- Graveyard dirt or dirt from a crossroads
- Red precipitate (red oxide of mercury)
- Soot or powdered charcoal
The black lamp is exercised in order to repel an enemy, remove a disturbing neighbor, or assuage potent evil forces. Agwe is the guardian of the black lamp. Fill a crab shell or pumpkin gourd with the ingredients, then suspend the wick over them using crossed slivers of bone. The ingredients must be refilled every Friday for seven weeks and then thrown in the sea to satiate Ague Spirit of the ocean.)
Für Ungeduldige:
Bottle Lamp
(to exorcise and enemy)
INGREDIENTS:
- Bottle and cork
- Whiplash
- Contents of the black lamp
The bottle lamp has the same ingredients as the black lamp, but they should be placed in a bottle rather than a shell or guard. Suspend the wick in the bottle and light it After it has burned for a whole day, blow it out and cork the bottle. Hand the bottle lamp in the yard and whip it every day with a whiplash. The bottle produces the same results as the black lamp, but the process is severely accelerated by the thrashing.

Freitag, 1. April 2005
Kleine perverse Vorlieben
(ACHTUNG!)
... esse die Haut.

Donnerstag, 31. März 2005
Mir ist so polnisch zu Mute
JESZCZE POLSKA
Jeszcze Polska nie sginela
puki me zyjemy
co nam obca przemoc viela
szablow odbieciemy
marsz marsz Dobrowski
rziemy vloski do polski
ich bin die eiserne jungfrau
und ich geh voran
marsz marsz
ich bin die eiserne jungfrau
und ich führ' zum sieg
marsz marsz
ich bin die gorgo medusa
und weh' dem, der's nicht kapiert
marsz marsz
ich war schon immer da
ich bin allgemeinheit
ich bin heilig
heilig
vorwärts, nur weiter,
vorwärts, immer weiter hinab,
marsz marsz
ich bin so schön wie ein schädel,
mein kuss ist so zart wie stahl
marsz marsz
ich bin die blutige brigyda
ich bring' euch das heil
marsz marsz
ich bin der anfang
ich bin das ende
ich bin das leben
ich bin das sterben
vivat!
die hölle
das heil
Mona Mur
Dienstag, 29. März 2005
Bei den Hörnern packen

Montag, 28. März 2005
Unterm Messer
Fachkundige Meinungen wurden eingeholt ("Was machen Sie denn beruflich?" "Grafikerin." "Dann sitzen Sie viel?" "Ja." "Am Mac?" "Ja."), die darin mündeten, sofort meine sieben Sachen zu packen, mich unverzüglich ins Krankenhaus zu begeben und mich gleich operieren zu lassen. Auf dem Weg nach Hause, um noch das Notwendigste zu erledigen (ins Blog zu schauen etc.), war ich nahe daran, die Überweisung für's Krankenhaus zu zerknüllen, in den nächsten Papierkorb zu werfen und pfeifend weiter zu schlendern. Aber allein die Schmerzen beim Gehen überzeugten mich, dass der Gang zur Schlachtbank unumgänglich war. Agnus Dei passt eigentlich sehr gut zeitlich. Das Alter stimmt auch exakt. Zu meinen letzten Worten zählte ebenfalls "Mich dürstet." Und ob nun freitags um drei Uhr nachmittags oder donnerstags um sieben Uhr abends, statt fünf an der Zahl, nur eine Wunde (und die reichte mir auch) - so kleinlich muss man ja auch nicht sein. Andererseits trifft Lamm auf mich weniger zu, trotz Begleitattribut meines Vornamens; in diesem Fall wäre Schaf passender gewesen. Ein Kind Gottes bin ich ebenfalls nicht. Ich sympathisiere da eher mit heidnischen Fruchtbarkeitsriten: dicke Eier, süße Hasen etc.
Nun gut, ich schweife ab. Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, der Gang ins Krankenhaus. Bei der Notaufnahme haben sie dann auch nur noch auf mich gewartet. "Das muss heute noch operiert werden? Hat Ihr Arzt denn nachgefragt, ob noch ein Bett frei ist?" "Nein." "Das hätte er aber machen müssen!" "Aha." "Wir schauen mal nach, ob noch ein Bett frei ist." ... und sagen nicht Bescheid, weil "wir" das ja nicht gesagt haben und es sicher angenehmer ist, im Ungewissen zu warten. Man muss aber sagen, dass in diesem Krankenhaus (das Marienkrankenhaus, dahin begibt man sich als Heide natürlich an erster Stelle...) ansonsten alle Ärzte und Schwestern sehr, sehr nett waren. So beantwortete der erste Arzt, der mir in die Finger fiel, geduldig meine Fragen. Auch die, was ein "Mädchenfänger" ist. Ich rede öfters etwas undeutlich und er musste "Mädchenfinger" verstanden haben, denn er starrte verwirrt seine durchaus grazilen Finger an. Aber ich meinte die Aufschrift einer der Schubladen und bereitwillig öffnete er diese, zeigte und erklärte mir den Inhalt: eine geflochtene Hülse mit Metallhaken dran, zum Einrenken von Finger(also doch)gliedern. Tolle Teile. Abluchsen konnte ich dem Arzt aber leider keines. An den Wänden, es war der ambulante OP-Raum, hing auch eine sehr schöne Auswahl an OP-Geräten und auf dem Fensterbrett stand ein blauer Werkzeugkoffer, genau so ein Teil habe ich auch, wohl für die gröberen Fälle.
Noch dauerte es aber, bis die Messer über mir gewetzt wurden und ich wurde erst einmal auf Station verfrachtet. Je eher, desto besser, wäre mir lieber gewesen, aber ich war auch recht froh, mich endlich etwas ausruhen zu können. Die große Müdigkeit verfolgte mich schon wieder, im Halbschlaf lauschte ich dem Gespräch meiner Zimmergenossin und ihrem Besuch. "Das hier sind meine Gallensteine." "Die sind aber hässlich!" "Na ja, die sehen halt verschieden aus." "Willst du die etwa behalten?" "Ja, klar!" "Wozu denn?" "Die werde ich jedem zeigen."
Als ich dann zur Narkose geschoben wurde, hätte ich diese eigentlich nicht gebraucht, so müde war ich inzwischen. Wie üblich versuchte sich der Anästhesist als Entertainer. Ein Urlaub wurde vorgeschlagen. "Mit viel Sonne ...." "Stopp, Sonne weniger." "Also gut, ist die Provence angenehm?" "Hm." "Der Blick schweift über Lavendelfelder, der Duft ..." "Mit der Sauerstoffmaske riecht das hier aber anders." "Woanders muss man für eine Sauerstoffkur auch 45,- Euro bezahlen und nun machen Sie mal langsam die Augen zu, dann können Sie sich das auch besser vorstellen!"
Nach der OP hatte ich zunächst heftige Schmerzen, das hat sich aber schnell erledigt und ist bisher zum Glück so geblieben. Leider musste ich nun doch im Krankenhaus übernachten, da die OP erst so spät war. Am nächsten Tag war ich dann damit beschäftigt, dort wieder rauszukommen. Zum einen hatte ich kein Adressbuch mit und somit keinerlei Telefonnummern zur Hand - im Kopf hat man so etwas ja nicht mehr, seitdem man alle Nummern immer gleich abspeichert. Daheim war keiner fähig, das Telefon zu bedienen, aber glücklicherweise hatte ich doch noch einen hellen Moment und erreichte die Sünderin . Wie ich nach Hause kommen würde, war somit geklärt - vielen Dank nochmals. Andererseits musste erst einmal geklärt werden, dass ich rauskomme. "Ich möchte eigentlich gerne heute Vormittag raus." "Nein, das geht nicht, dann bluten Sie zu Hause alles voll und sind wieder hier." "Das macht nichts." "???" (Das hätte mir wirklich nichts ausgemacht. Im Gegensatz zu einigen anderen Leuten, habe ich keine Probleme mit Blut.) "Also heute Vormittag?" "Heute Nachmittag." "Wann genau?" "Also gut, heute Mittag."
Und schon war alles halbwegs überstanden, bis auf dass ich wortwörtlich sozusagen den Ar*** offen habe. Wirklich genau die Art von offener Wunde, bei der ich mir sehr gut vorstellen kann, dass dort Fliegen gern ihre Eier ablegen, als dass es bald von Maden wimmelt. Aber wir haben ja keinen Sommer. Neben den Einlagen in Elefantengröße (keine Pampers, Frau Sünderin), bin ich auch mit diesen reizenden Netzhöschen ausgestattet. Mir geht's wieder recht gut, das Böse wurde rausgeschnitten, die Auferstehung konnte erfolgen. Nur Sitzfleisch habe ich zurzeit eher weniger, was mich aber nicht daran gehindert hat, z. B. ein Osterfeuer aufzusuchen (keines der großen, wo sich die Massen rumtreiben) oder mit dem kleinen Monster Ostereier zu bemalen:
